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Welche Konfliktquellen kann es im Urlaub geben?

Einige der Probleme, die einen missglückten Urlaub ausmachen, sind wahre Klassiker. Man stößt immer wieder auf sie, wenn man nach den Gründen für einen gescheiterten Urlaub forscht. Es sind Probleme wie:
 

Fernweh und Finanznöte

Wer träumt nicht davon, große Abenteuerreisen oder Städte-Touren zu unternehmen? Mal sind es die kleinen Kinder, mit denen das noch nicht geht, oder es fehlt das nötige Kleingeld für die Finanzierung der Urlaubsträume. Mehr als St. Peter-Ording ist für die Ferien dann nicht drin. Doch statt darüber zu lamentieren, kann die Not auch erfinderisch machen: Schließlich waren die Wikinger im Norden Deutschlands aktiv. In Büchern und Videokassetten kann alles über die Wikinger angelesen werden. Mit den Kindern können Ausflüge nach Haithabu und zu dem gehobenen Wikinger-Schiff in Schleswig unternommen werden. Die Kinder sind begeistert von dem Stoff, der prompt auch ihre Spiele am Strand füttert.

 

Wenn die Wikinger abgearbeitet sind, kann es im nächsten Jahr nach Ostfriesland gehen, wo man sich die Piraten, Klaus Störtebeker und die Vitalienbrüder vornimmt.

Oder es geht auf Burgen-Tour nach Süddeutschland oder durch Österreich. Eine Zeitreise ins Mittelalter könnte man das auch nennen.

 

Die Überfrachtung des Urlaubs mit zu vielen Erwartungen.

In einer Woche kann man nicht „Krieg und Frieden“ lesen, ein toller Spielgefährte seiner Kinder sein, die Gattin verwöhnen und nebenbei noch ein paar kreative Ideen für das nächste Projekt entwickeln. Wer alles versucht, wird nichts verwirklichen, Frust verbreiten und selbst frustriert sein.

 

Immer Stress mit dem Partner

Viele Kleinigkeiten können im Urlaub plötzlich eine große Bedeutung bekommen, weil Dauer und Intensität des Zusammenseins sprunghaft zu nehmen. Das geköpfte Frühstücksei, das man am Wochenende gerade noch erträgt, kann als allmorgendliche Prozedur zum Graus werden. Wenn es wirklich nur um das Ei geht, sollte es in jeder Partnerschaft möglich sein, solcher Störer der Urlaubsharmonie zu benennen und zu vermeiden. Wenn man allerdings der Meinung ist, im Köpfen des Eis drücke sich ein grausiger Wesenszug des Partners aus, dann hat man kein Urlaubs-, sondern ein Partnerschaftsproblem.

 

Das Mitnehmen von belastenden Berufsthemen und ungelösten Alltagsproblemen.

Wer solche Belastungen und Probleme hat, und weiß, dass er sie im Urlaub nicht vergessen kann, muss sich besondere Strategien für die Erholung ausdenken. Besonders effektiv: Eine Urlaubsbeschäftigung ausfindig machen, die einen (auf positive Weise) in Beschlag nimmt. Ob Wandern, Radtouren, Bergsteigen, Tanzen oder Malen – für jeden existiert eine Beschäftigung, bei der man mal Sorgen vergessen kann…. Man muss sie nur finden. Und einen Weg, sie mit Bedürfnissen von Partner und Familie zu harmonisieren.

 

Deswegen müssen Menschen, die gemeinsam Urlaub machen, sich rechtzeitig gegenseitig mitteilen, was sie vom Urlaub erwarten. Auch die Reaktionen auf mögliche Enttäuschungen können – zumindest ansatzweise – im Vorwege einmal besprochen werden.

 

Schauen Sie sich daher den Fragebogen:  Welche Konfliktquellen gibt es? an, machen Sie sich bewusst, welche Situationen und Konflikte aus Sie zukommen können und legen Sie sich Bewältigungsstrategien zurecht.

 

Zur inneren Vorbereitung auf mögliche Konflikte gehört auch, dass Sie folgende Situation bedenken:

 

Stresspause = Erholungskrise

Wenn Sie hoch stressbelastet sind, kann es in Ihrem Urlaub anfangs eine massive Krise geben. Mit der Ruhe, die Sie plötzlich haben, können Sie nichts anfangen. Diese Krise, die viele am zweiten Urlaubstag erleben, kann sogar grippeähnliche Symptome, Magendruck oder Migräne mit sich bringen.

 

Aber der Urlaub bietet auch eine besondere Chance, mit dieser Struktur-Krise fertig zu werden: Sie haben die Gelegenheit, viel an frischer Luft und in Bewegung zu sein – das hilft Ihnen bei der Bewältigung der inneren Unruhe und stärkt die angeschlagene Immunabwehr. Außerdem müssen Sie sich um Urlaub nicht an den sonst üblichen Alltags-Rhythmus halten. Das bietet die Chance, den verlernten Wechsel von Anspannung und Entspannung neu zu erlernen.

 

Es gibt viele Wege, auf denen sich Entspannung erreichen lässt:

Morgens nicht gestresst aufstehen, sondern genüsslich im Bett bleiben – und zum Beispiel lesen.

 

Wenn kleine Kinder dabei sind, gelingt es nur selten, morgens richtig lange auszuschlafen. Dafür könnte man aber (gemeinsam) einen Mittagsschlaf machen.
In aller Ruhe ausgiebig frühstücken, das Mittagessen kann dafür ausfallen.

 

Den langen Spaziergang am Strand erst dann machen, wenn alle anderen Spaziergänger schon wieder auf dem Weg nach Hause sind. In den Abend hinein „flaniert“ es sich besonders schön.

 

Oberste Maxime sollte sein:

Sie müssen im Urlaub nichts müssen! Nutzen Sie diesen Freiraum. Sorgen Sie für Rhythmusveränderungen und für die Auflösung Ihres Alltags-Zeit-Taktes. Damit schaffen Sie die Voraussetzungen innerer Gesundung und wirklicher Erholung.